Sunset von V

Hier sind wir. Auf dem Highway des Lebens. Die Sonnenbrillen auf, Meter für Meter zurück legend, immer nur ein Ziel vor Augen. Die Zukunft. Sie leuchtet am Ende des Weges der Gegenwart wie die bunten, blinkenden Lichter der Skyline von Las Vegas. Immer schneller bewegen wir uns darauf zu, immer schneller. Nichts wollen wir als da sein, glücklich sein, endlich den betörenden Geschmack des Erfolges in unseren Mündern spüren, endlich unsere sehnlichsten Träume erfüllt wissen. Träume, die uns nur die Zukunft erfüllen kann.
Während unseres Trips durch das Leben rasen die Sehenswürdigkeiten am Straßenrand an uns vorbei, verschwommen von der Geschwindigkeit, im Schatten der blendenden Lichter der Zukunft.

Die Gegenwart verdrängt die Zukunft, Meter für Meter. Während wir es nicht erwarten können endlich anzukommen, endlich da zu sein, in der leuchtenden Stadt, die sich Zukunft nennt, vergessen wir Gelegenheiten wahr zu nehmen, die sich in unmittelbarer Nähe befinden. Unscheinbar und still sind sie vielleicht, doch nehmen wir sie wahr, können sie heller und wahrhaftiger leuchten, als jeder Scheinwerfer der Zukunft.
Wozu diese Geschwindigkeit? Warum das ganze Leben nach der Liebe des Lebens suchen, wenn das Mädchen von nebenan einem mehr Liebe schenken kann, als es jedes andere Mädchen der Welt zu tun vermag? Warum das ganze Leben nach Glück streben, wenn es am Straßenrand wartet und nur darauf wartet mitgenommen zu werden ?
Warum in Vegas ankommen, den Coin in den Automaten schmeißen, um ihn ohne Gewinn zu verspielen, statt zu leben und vom Nektar des Lebens zu kosten?
Das Leben ist kein Spiel, es gibt am Ende keiner Gewinner, am Ende sind wir alle Verlierer.
Sieger werden während des Lebens gemacht.

Für immer von KP

»Und was machst du am 01.Mai«, frage ich DICH.
»Saufen…vermutlich…hab‘ ja frei…«
Da denke ich: Warum nicht kämpfen!
Für das, was du nicht hast!
Für das, was du haben könntest!
Für das, was besser wäre, als das was du willst
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Warum ich keine Musik mehr höre von KP

»Warum ich keine Musik höre?«, fragt er nochmal nach, als hätte er die Frage nicht richtig verstanden. Zum besseren Verständnis benutze ich noch einmal diese zwei beschissenen Buchstaben, die alles entscheiden, alles lenken, zum Ende, zum Anfang; wo auch immer hin. Er und Ich sitzen hier. Keine Namen. Keine Assoziationen mit unnötigen Existenzen. Vielleicht kommt noch jemand dazu, oder er bleibt zu Hause; wo auch immer das ist. Den Rest des Beitrags lesen »

Hoffentlich ist es besser als in meiner Gegenwart von KP

Man drückt sich.

Vor dem Monster.

Vor der eigenen Existenz bestimmenden Entscheidung.

Es ist ein Kampf. Den Rest des Beitrags lesen »

Fünf Mark ins Phrasenschwein von Frederik

Blinzelnde Lichter führen mich hinunter
zum Abgrund der künstlichen Angst
unten im Schwarz:
Dunkle Gestalten mit gierigen Mäulern
- sie schreien mir den Ruf des Kauzes entgegen.
Ein Räuspern von links, meine Mutter – nur jünger und von einem weißen Flaum bedeckt.
Ich schimmle. Ich schimmle von innen; seit ich zwölf Jahre alt bin, verschimmle ich von innen.

Absatz.  Den Rest des Beitrags lesen »

Wie es ist von KP

Teil 1: Die Stadt

Seit ich in dieser Stadt bin, verlor ich mich in den kafkaesken Situationen, in die ich immer wieder stolperte; nicht verlieren, passender: Ich war verloren darin.

Weder hatte ich die Erinnerung, wie ich hier angekommen war, noch irgendeinen blassen Dunst meiner Aufgabe hier. Nicht das ich vorher ein Aufgabenfeld bekleidet hätte, schließlich erinnerte ich mich nicht. Doch logisch war: Ich musste doch etwas getan haben, sonst wäre ich ja tot. Ein Schock durchfuhr mich: Vielleicht war ich es bereits. Aber wieso rauchte ich dann und trank? Wozu seinen Körper zerstören, wenn er so oder so schon tot war? Diese schweren, nebulösen Gedanken spülte ich mit etwas Klarem herunter.

Leute traten ein, nass waren sie. Es musste wohl geregnet haben oder die geisteskranken Penisse auf der Straße fuhren wie immer viel zu schnell – als wäre es alltäglich – durch Pfützen am Straßenrand. Einige Male schon war mir das Gleiche wiederfahren, doch damals war ich schlechter gelaunt; nicht das ich heute in viel besserer Stimmung gewesen wäre. Den Rest des Beitrags lesen »

Namenlos und unvollständig Teil 1.1 von Frederik

Teil 1 befindet sich hier

Während er auf seinem Balkon saß und durch das intensive Betrachten der Straße versuchte das elende Jucken unter dem Gips zu ignorieren, fingen seine Gedanken an abzuschweifen. Abzuschweifen an jenen Abend an dem er einen nie gekannte Verbindung mit seinem Fahrrad hergestellt hatte. Marie hatte ihn gebeten vorbei zu kommen, da sie reden wollte. Es sei sehr wichtig hatte sie ihm am Telefon gesagt. So wichtig, dass man es unter vier Augen besprechen müsse. Also etwa so wichtig, wie die Klimaerwärmung. Irgendwie wichtig aber eben nicht so wichtig, als dass man es sofort klären müsse. Nicht so, wie der Drang sich zu übergeben, den man nicht aufschieben konnte. So wichtig war das, was sie ihm sagen wollte. Den Rest des Beitrags lesen »

6 von KP

An die Party erinnerte ich mich nur noch verschwommen. Zu sehr war ich drauf, wie so oft in letzter Zeit. Doch an eine Sache erinnere ich mich noch genau. Es war schon sehr früh am nächsten Morgen, da ging ich zu dem Ort, den ich eigentlich für immer mit dem Bus verlassen wollte, um in meinem verdrogten Leichtsinn zu sehen, ob es stimmte. Mit ihr und was stimmte nicht mit mir, dass ich diesen Ort wieder aufsuchte. Schließlich sucht mich wohl die Polizei – sie könnten womöglich denken, ich hätte sie von dem verdammten Dach gestoßen. Ich? Ein Mörder? Absurd, viel eher haben die ganzen ominösen Einrichtungen zur Wiederherstellung des angeblichen kranken Kopfes sie umgebracht. Hätte ich sie nur früher mitgenommen, ihr wäre es besser ergangen, ich hätte mich besser gefühlt. Ich stehe nun vor dem Rest ihrer Existenz in dieser Welt, den weißen Kreideumrissen auf dem Boden. Tränen beginnen wie Regen über mein Gesicht zu laufen. Ich muss gehen. Weg. Für immer. Beim umdrehen trete ich in Erbrochenes und rutsche aus. Mein Anzug ist ruiniert und meine Laune erst recht. Plötzlich tönt ein Lachen an mein Ohr. Den Rest des Beitrags lesen »

“Auf, auf, auf”, schreit der Hahn – PeterPan

“Auf, auf, auf”, schreit der Hahn.

Ich springe auf und bin bereit.

Linker Fuß vor,

rechter Fuß vor.

Erst mal pinkeln, dann anziehen.

die groß- und kleinschreibung habe ich hinter mir gelassen,

mit siebenmeilenstiefeln laufe ich den satzzeichen davon Den Rest des Beitrags lesen »

trübsalblasen blasen von peterpan

trübsalblasen blasen

von früh bis spät

sekunde um sekunde

blase um blase Den Rest des Beitrags lesen »

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